Vasektomie – Unterbindung beim Mann

Die Vasektomie, auch Unterbindung beim Mann genannt, ist eine minimalinvasive und zuverlässige Methode der männlichen Empfängnisverhütung. Der Eingriff erfolgt ambulant in lokaler Betäubung, ist schmerzfrei und hat keinen Einfluss auf Sexualität, Hormonspiegel oder Erektionsfähigkeit. Viele Männer entscheiden sich für eine Vasektomie, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.

Was ist eine Vasektomie?

Bei einer Vasektomie werden die beiden Samenleiter im Hodensack durchtrennt. Dadurch gelangen keine Samenzellen mehr in den Samenerguss.

Als Standard gilt heute die sogenannte No-Scalpel-Vasektomie. Dabei wird die Haut nicht klassisch geschnitten, sondern minimal gespreizt.

Ist eine Vasektomie schmerzhaft?

Dank moderner Doppelbetäubung ist die Vasektomie schmerzfrei. Der Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung. Nach der Unterbindung kann es vorübergehend zu einem leichten Ziehen oder Druckgefühl kommen, das jedoch meist rasch abklingt.

Wie sicher ist eine Vasektomie?

Die Vasektomie zählt zu den sichersten Methoden zur Empfängnisverhütung.

Nach dem Eingriff wird der Samenerguss kontrolliert, um sicherzustellen, dass keine Samenzellen mehr enthalten sind. Erst diese Kontrolle bestätigt den Erfolg der Unterbindung.

Wie lange dauert eine Vasektomie?

Der Eingriff dauert etwa 20 Minuten.

Leichte Tätigkeiten, etwa im Büro, sind meist schon am nächsten Tag wieder möglich. Bei körperlich belastenden Arbeiten sollte eine kurze Pause von wenigen Tagen eingeplant werden.

Wann ist man nach einer Vasektomie unfruchtbar?

Unmittelbar nach dem Eingriff befinden sich weiterhin Samenzellen in den Samenwegen. Deshalb ist eine zusätzliche Verhütung zunächst notwendig.

Erst die anschliessende Kontrolle des Samenergusses bestätigt, dass keine Samenzellen mehr vorhanden sind. Erst danach gilt die Vasektomie als zuverlässig.

Verändert sich der Samenerguss nach einer Unterbindung?

Nein. Die Menge und Qualität des Ergusses bleiben unverändert, da der grösste Teil der Flüssigkeit aus Prostata und Samenblasen stammt.

Lediglich die Samenzellen fehlen, was mit blossem Auge nicht erkennbar ist.

Bleibt die Sexualfunktion nach einer Vasektomie erhalten?

Ja. Der Testosteronspiegel, die Libido sowie die Fähigkeit zu einer Erektion bleiben vollständig erhalten. Auch das Lustempfinden verändert sich durch die Vasektomie nicht.

Kann man eine Vasektomie rückgängig machen?

Theoretisch ist das möglich. Die durchtrennten Samenleiter können mikrochirurgisch wieder verbunden werden.

Dieser Eingriff ist deutlich aufwendiger, erfolgt in Vollnarkose und die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Deshalb sollte eine Vasektomie nur durchgeführt werden, wenn die Familienplanung sicher abgeschlossen ist.

Was kostet eine Vasektomie?

Die Vasektomie ist ein freiwilliger Eingriff zur Familienplanung und wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Es handelt sich um eine Selbstzahlerleistung.

Eine individuelle Beratung informiert über Ablauf, Organisation und Rahmenbedingungen.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Die No-Scalpel-Vasektomie gilt als sehr schonendes Verfahren mit wenigen Nebenwirkungen.

Gelegentlich kann es zu einem Bluterguss kommen. Bei warmem Wetter kann Schwitzen eine leichte Reizung der Wunde verursachen. Grössere Komplikationen sind sehr selten.

Vasektomie in Aarau

Die Vasektomie wird ambulant durchgeführt. Eine sorgfältige Aufklärung sowie eine strukturierte Nachkontrolle gehören selbstverständlich dazu.

PD Dr. med. Marco Randazzo

Facharzt für Urologie

PD Dr. Marco Randazzo ist Facharzt für Urologie und Experte für Prostata-Erkrankungen. Er steht für moderne Medizin, klare Worte und eine ganzheitliche Sicht auf Männergesundheit. 

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